Bioethikerin Susanne Kummer über die besorgniserregende Entwicklung von assistiertem Suizid und Töten auf Verlangen. Bei Sterbehilfe denken wir an unheilbar Kranke mit Schmerzen. Aber inzwischen geht es viel weiter. In den Niederlanden werden auch psychisch Kranke und Kinder schon auf Wunsch getötet. In Kanada bieten Ärzte sogar bei Hüftbruch Suizid an. Und in Deutschland schlagen Sterbehilfevereine Alarm, weil so viele ME/CFS-Patienten organisiert sterben wollen. Alleingelassen von Kassen, die Pflegegrade und Hilfe verweigern.
Ein Gespräch auch über „Suizid als Lösung fürs klamme Gesundheits-system“, die Alten, die zur Belastung werden, über legales Töten ohne Wunsch und die Verschiebung von Werten in der Gesellschaft. „Es gerät etwas ins Rutschen“, sagte Susanne Kummer.
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