Freitag, 20. Februar 2026

Translated Press DE - Das Hochamt der Selbstgerechtigkeit: Hillary & Maischberger im Kuschel-Rausch

Die Clinton-Maischberger-Show – Ein Lehrstück in Realitätsverlust

Was passiert, wenn zwei Alpha-Frauen des Establishments aufeinandertreffen, die sich gegenseitig nichts mehr beweisen müssen, außer dass sie recht haben? Das gestrige Interview bei Maischberger war kein journalistischer Austausch, sondern eine synchrone Selbstbeweihräucherung. 

1. Die Welt als Sandkasten: Gut gegen Böse

Die Rollenverteilung stand fest, bevor Hillary Clinton das Studio betrat. Es folgte eine binäre Logik, die man sonst nur aus Kinderbüchern kennt: Trump ist das personifizierte Grauen und wer links der Mitte steht, ist automatisch der Retter der Zivilisation. 

2. Das 9:25-Kichern: Überheblichkeit als Programm

Der emotionale Tiefpunkt der Sendung: Bei Minute 9:25 wurde die Maske kurz fallen gelassen. Ein gemeinsames, fast schon herablassendes Lachen über Donald Trump – als säßen zwei alte Schulfreundinnen beim Prosecco und machten sich über den Ex-Freund lustig. „Wie süß“, möchte man rufen, wenn es nicht so entlarvend für die Arroganz der Eliten wäre.

3. Die Bahn-Märchenstunde

Hillarys Loblied auf die Deutsche Bahn wirkte wie ein Bericht von einem anderen Planeten. Man fragt sich unweigerlich: In welchem gepanzerten Luxus-Waggon wurde sie versteckt? Sicherlich nicht dort, wo der normale Bürger mit Verspätungen und der lautstarken Realität an deutschen Bahnhöfen konfrontiert wird. 

4. Die Epstein-Reinwaschung: Ein Schlag ins Gesicht der Opfer

Der dreisteste Teil des Abends war die Behandlung der Epstein-Affäre:

• Die Ausrede: Hillary kannte ihn angeblich kaum.

• Das Märchen: Ihr Mann Bill Clinton habe den Privatjet eines verurteilten Sexualverbrechers nur aus reiner „Nächstenliebe“ für seine Wohltätigkeitsstiftung genutzt. Dass ein ehemaliger US-Präsident auf die Logistik eines Pädophilen angewiesen ist, wurde von Maischberger mit einer Nonchalance hingenommen, die sprachlos macht.

Das Fazit dieser Beschreibung: Ein Musterbeispiel für den „Mainstream“-Journalismus der Gegenwart: Kritische Distanz wurde gegen gegenseitige Bestätigung eingetauscht. Man verkauft dem deutschen Publikum eine polierte Fassade und hofft, dass niemand merkt, wie brüchig das Fundament dahinter eigentlich ist.

 


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